Der letzte Spieltag des Jahres 2015 hatte für die zweite Damenmannschaft des MTV Union Hamborn den TV Aldenrade als Gegner vorgesehen. Die 2. Damenmannschaft wollte nach dem Sieg in der Hinrunde gegen die vor der Saison geschlossen zum TV Aldenrade abgewanderte Mannschaft auch in der Rückrunde den Sieg einfahren. Die Motivation das Spiel zu gewinnen war auf beiden Seiten aufgrund dieser Konstellation sehr hoch.

Die Mannschaft wollte nach der unglücklichen Niederlage gegen den TV Sevelen vor Wochenfrist wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und an die Leistungen der beiden Trainingsspiele unter der Woche gegen die Hamborner Erstvertretung anknüpfen.

Zu Beginn des 1. Satzes bekamen Kathy und Jana (beide Außenangriff), Lisa und Ines (Mittelblock) sowie Lea (Diagonal) und Britta (Zuspiel) vom Trainer das Vertrauen ausgesprochen, um den ersten Satzgewinn nach Hause zu bringen. Es entwickelte sich ein knappes und umkämpftes Spiel, das bis spät in den Satz hinein einen knappen Rückstand für die Hamborner Damen bereithielt. Viele unnötige Eigenfehler aufgrund mangelnder Abstimmung und verschlagene Aufschläge, sowie eine feindselige Stimmung in der Halle bereiteten der Mannschaft doch arge Probleme ins Spiel zu finden. Beim Stand von 21:20 gab es die gefühlt erste Führung des Satzes nach einer Angabenserie von Britta, die auch durch zwei Wechsel auf der anderen Seite nicht unterbrochen werden konnte. Den Satz am Aufschlag nervenstark beendet hat Kathy, obwohl ein verzögerter, nicht richtig angezeigter Doppelwechsel auf Aldenrader Seite alles unternehmen sollte, ihre Konzentration beim Satzball zu stören. So konnte der 1. Satz am Ende trotz mäßiger Leistung mit 25:21 eingefahren werden.

Unverändert ging die 2. Damenmannschaft den zweiten Satz an mit dem klaren Ziel die eigene Leistung zu verbessern, sein eigenes Spiel mehr durchzubringen und sich nicht weiter von dem unkonventionellen Spiel des TV Aldenrade einlullen zu lassen. Eine längere Aufschlagserie sorgte für zunehmenden Support der mitgereisten Fans des TV Aldenrade, bei denen teilweise passend zum 4. Advent galt „Advent, Advent (m)ein Lichtlein brennt“. Durch provokante Sprüche und Gesten hat sich die Mannschaft leider etwas verunsichern bzw. ablenken lassen und fand nicht mehr zu Ihrem Spiel. Obwohl man im Kreispokal gegen den Rumelner TV ähnliche Erfahrungen sammeln konnte, half das leider nicht. Trotz zwei Wechseln, Vera für Kathy beim Stand von 6:12 und Nane für Lisa (12:21), ging der 2. Satz verdient mit 17:25 verloren.

Der 3. Satz sollte mit der Aufstellung vom Ende des 2. Satzes wieder erfolgreicher gestaltet werden. Aber es ergab sich ein ähnliches Bild wie in Satz 1, zahlreiche verschlagene Aufschläge, unnötige Eigenfehler aber auch phasenweise gut herausgespielte eigenerzielte Punkte und leider ein konstanter knapper Rückstand. Sämtliche Fehler wurden von lautstarken “Ist das alles? JA, sicher“-Rufen aus dem Aldenrader Fanblock begleitet. Beim Stand von 17:19 wechselte Kathy für Lea auf die für sie ungewohnte Diagonalposition. In der 2. Auszeit beim Stand von 19:23 gab es nochmal aufmunternde Worte mit der Ermahnung, dass man den Satz noch gewinnen kann, wenn man denn will. Zu verlieren hatte man bei diesem Spielstand nichts mehr, sondern nur der TV Aldenrade. Dies führte zu einer spontanen Gesangseinlage zum Abschluss der Auszeit mit dem Klassiker „You can get it if you really want“. Zum Abschluss des Satzes war Kathy wieder am Aufschlag und der Satz konnte mit 25:23 gewonnen werden.

Unverändert ging es in den 4. Satz, um den erforderlichen 3. Satzgewinn perfekt zu machen für die ersten 3 Punkte der Rückrunde. In diesem Satz konnte bis zum Stand von 13:9 immer ein kleiner Vorsprung erspielt werden. Nach der Auszeit vom TV Aldenrade und einer Aufschlagserie ging es ausgeglichen weiter. Beim Stand von 18:17 sollte ein Doppelwechsel den Block verstärken und die beste Angreiferin des Gegners einbremsen. So wurde Lea für Britta und Silke für Kathy eingewechselt. Silke war nun als Zuspielerin auf dem Feld und nach kurzer Erläuterung, dass es mit Läufer 6 statt Läufer 3 weiter geht, konnte das Spiel mit verstärktem Block fortgeführt werden. Leider kassierte man noch eine kurze Serie und in Ermangelung von Auszeiten musste der Doppelwechsel beim Stand von 22:24 rückgängig gemacht werden, um die Aufschlagspielerin vom TV Aldenrade zu verunsichern und eine letzte Chance auf 3 Punkte zu erhalten. Der Plan klappte, allerdings wurde die folgende eigene Angabe verschlagen und es musste ein 5. Satz die Entscheidung bringen.

Dieser sollte für den neutralen Zuschauer alles mitbringen, was ein gutes Volleyballspiel braucht, Spannung, Dramatik bis zum Schluss und viele gute Rettungsaktionen auf beiden Seiten. Als Trainer altert man in solchen Momenten gefühlt um 10 Jahre. Aber der Reihe nach…Mit dem Vorsatz das erste 5-Satz Spiel dieser Saison zu gewinnen, konnte durch eine Serie von Vera im Aufschlag eine schnelle 4:0-Führung erspielt werden, die durch eine Auszeit des TVAs unterbrochen wurde. Über 5:5 ging es dann bei 7:8 Punkten zum Seitenwechsel auf die andere Hälfte. Über 11:9 und 13:13 ging es in die hochdramatische Schlussphase in der beide Mannschaften Matchbälle abwehren konnten. Beim Stand von 14:13 für Aldenrade wurde ein zweiter Ball von Vera noch gut erlaufen und im Spiel gehalten, sowie ein kurz gelegter Ball von Britta per Hechtbagger gerettet, wo die ganze Halle den Ball schon auf dem Boden gesehen hat. Nachdem ein weiterer Matchball abgewehrt werden konnte, hat Jana im Aufschlag den eigenen ersten Matchball erzwungen, der allerdings nicht genutzt werden konnte. Der zweite Matchball als Ines am Aufschlag war konnte genutzt werden und das Spiel letztlich verdient gewonnen werden.

Als Jahresrückblick lässt sich sagen, dass die Mannschaft eine sehr gute Entwicklung in den vergangenen Monaten genommen hat und als Aufsteiger einen sehr guten 3. Platz in der Bezirksliga einnimmt. In den nächsten Wochen und Monaten gilt es noch an der Konstanz zu arbeiten, um auch in den knappen Spielen bessere Ergebnisse erzielen zu können. Die Spielerinnen können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, euer Trainer ist auf jeden Fall sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung.

Allen Lesern und Freunden des Vereins an dieser Stelle noch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.