Wieso steht man an einem Feiertag um halb 7 auf? Natürlich nur, um Volleyball zu spielen! Als sich schließlich alle Spielerinnen in Straelen eingefunden hatten, wurden rasch die Matten belegt und dann gings auch schon direkt los in die Gruppenphase gegen den Remscheider TV, den MTV Köln und die Gastgebermannschaft aus Herongen.

Dass wir durch das Losverfahren direkt in die spielstärkste Gruppe geraten waren, wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner, also ging es direkt im ersten Spiel gegen den MTV Köln. Entgegen unseren Tendenzen immer einige Zeit zu brauchen um ins Spiel zu kommen, starteten wir von Beginn an durch und konnten den ersten Satz mit 25:12 für uns entscheiden. Zweiter Satz, altbekanntes Problem: wir ließen uns einschläfern und der Gegner wurde stärker, am Ende reichte es aber auch hier zu einem 25:23 für uns. Im Anschluss gab es ein Spiel Pause und ein Spiel musste gepfiffen werden.

Gegen 13 Uhr durften auch wir wieder aufs Spielfeld, diesmal gegen den Remscheider TV, den späteren Turniersieger. Was soll man sagen? Die Motivation war hoch, der Einsatz groß und am Ende ging die Begegnung 1:1 aus, kein schlechtes Ergebnis gegen einen gut aufspielenden Gegner. Das letzte Gruppenspiel wollten wir jedoch trotzdem auf jeden Fall noch gewinnen und so kam es auch! Der Gegner aus Herongen zeigte gute Angriffe und Aufschläge, doch bei uns lief es mal wieder rund und wir siegten 2:0 und gingen als Gruppenerster in den Überkreuzvergleich gegen wen? Ja genau, gegen die Freien Schwimmer aus Duisburg, gegen die es schon am Wochenende ein enges Spiel gab und wir 3:2 siegten. Da ab nun nur noch ein Satz bis 25 Punkte ausgespielt wurde, war alles klar: Wir müssen von Anfang an durchstarten.

Auch dieses Mal ging es wieder hin und her, mal war das Glück auf der Seite, mal auf der anderen. Es wurde gekämpft, Bälle vom Boden gekratzt und immer wieder entstanden lange Ballwechsel, die einen den langen Turniertag doch spüren ließen. Ich muss zugeben, bei den letzten Punkten, konnte ich nicht mehr zugucken, als es mal wieder hieß: Satzball für uns, lugte ich hinter Dana hervor und unglaublich, der Ball war AUS! Also Ergebnis: 28:26 für UNS! Damit waren wir in der Finalgruppe und spielten um die ersten drei Plätze und Brittas Traum vom Morgen, endlich einen Pokal mit nach Hause zu nehmen, wurde wahr.

In unserer Finalgruppe trafen wir auf den schon bekannten Gruppengegner aus Remscheid und die Mannschaft Wa-Wa (Wachtendonk-Wankum). Es gab nun keine Spielpausen mehr und so wechselten wir direkt nach dem Spiel gegen die FS Duisburg auf Feld 1, um die mit vielen Spielerinnen angetretene Mannschaft aus Wa-Wa anzutreten. Beim Einschlagen war klar, dass dies nicht leicht würde. Dennoch war das Spiel lange Zeit ausgeglichen. Leider wackelte am Ende die Annahme doch stärker und der Satz und damit das Spiel an den Gegner. Kurz Luft holen und dann direkt wieder los. Es ging erneut gegen Remscheid und auch hier wurde es wieder eng. Leider mussten wir uns auch hier schließlich geschlagen geben, das Glück und manche Entscheidungen waren nicht auf unserer Seite.

Aber dennoch, die Stimmung war einfach super! Phasenweise haben wir unser „richtiges“ Spiel zeigen können und Britta hat ihren Pokal bekommen, also ein rundum gelungenes Turnier. Jetzt dürfen sich alle einen Tag ausruhen, damit wir am Samstag gegen den SV BW Dingden V unsere gute Leistung wiederholen können und in der Liga 3 Punkte einfahren. Ich freu mich schon wieder drauf!