Nach zwei Niederlagen aus den ersten beiden Saisonspielen und einer langen Spielpause war die Motivation für da erste Heimspiel gegen die bekannte Mannschaft des TV Aldenrade, der in der Vorsaison bereits geschlagen werden konnte, entsprechend hoch. Als auch Netz und Gegner eintrafen, begann rasch das Warmspielen und Einschlagen am Netz, sodass pünktlich um 15 Uhr der erste Spielzug angepfiffen werden konnte.

Zu Beginn des ersten Satzes spielten Britta als Steller, Anke auf der Diagonalposition, Ines und Lisa stellten den Mittelblock und als Außenangreiferinnen kamen Vera und Kathy zum Zug. Das Spiel begann relativ ausgeglichen, doch zu wirklich zufrieden war unsere 2. Mannschaft nicht. Zu viele unnötige Fehler machten uns das Leben schwer und schlussendlich kassierten wir eine Aufschlagserie zuviel, sodass wir trotz Führung zum Ende des Satzes hin diesen noch mit 24:26 abgeben mussten. Mehr als ärgerlich!
Doch diesen unnötigen Satzverlust wollten wir als zusätzliche Motivation nutzen und starteten unverändert in den zweiten Durchgang. Die Devise hieß, die Annahme zu stabilisieren und uns endlich an die kurzen zweiten Bälle der Aldenradener Zuspielerin zu gewöhnen. Leider lagen wir jedoch rasch mit einigen Punkten zurück und mussten den ganzen Satz über einem Rückstand hinterher laufen. Obwohl inzwischen viele kurze Bälle erlaufen oder gerettet werden konnten, wollte sich die Annahme einfach nicht verbessern und auch Aufschlagfehler gesellten sich dazu. Auch ein Wechsel auf der Mittelblockposition (Nane für Lisa) konnte uns nicht mehr vor dem zweiten Satzverlust retten und auch der zweite Satz mit 20:25 an Aldenrade fiel.

Was nun? Alles, nur nicht aufgeben

Was nun? Alles, nur nicht aufgeben, schließlich wollten wir doch endlich die ersten Punkte sammeln, aber dafür mussten nun die nächsten drei Sätze gewonnen und endlich die eigenen unnötigen Fehler abgestellt werden. Auf der Außenposition war inzwischen Caro ins Spiel gekommen. Es begann wieder ein hartes Ringen um die Punkte, doch dieses Mal hatte der MTV die Nase vorne und durch starke Aufschläge sowie viele gelungene und platzierte Angriffe über alle Positionen gelang es, den erfahrenen Gegnerinnen aus Aldenrade den dritten Satz abzunehmen. Spielstand 25:19 und damit der überhaupt erste Satzgewinn in dieser Saison!
Spätestens jetzt war allen klar, dass es allein in unseren Händen lag, wie sich der weitere Spielverlauf zeigen würde, machten wir wie im dritten Satz wenig eigenen Fehler und bauten genügend Druck im Angriffsspiel auf, waren wir erfolgreich. Schnell ging der MTV durch eine Aufschlagserie mit 6:0 in Führung, doch genauso schnell glichen die Aldenradenerinnen wieder aus. Doch nun zeigten sich die guten Aufschlagqualitäten unserer Außenangreiferin Vera, die beim Spielstand von 9:12 zurück für Caro wechselte und wir zogen bis auf 17:12 davon. Diesen Vorsprung wollten wir auf keinen Fall mehr hergeben und konnten schließlich auch den vierten Durchgang mit 25:19 für uns entscheiden. Damit war also klar, dass wir mindestens den ersten Punkt auf unserem Saisonkonto verbuchen konnten, doch wer einen 0:2-Rückstand ausgleicht, will natürlich auch den entscheidenden fünften Satz für sich gewinnen.
Bei der Auslosung fiel das Aufschlagrecht zwar an den Gegner, doch wir wollten in der Annahme rasch den ersten Punkt verbuchen und konnten zum Seitenwechsel sogar eine 8:4-Führung für uns beanspruchen. Schnell kamen die Gegnerinnen aus Aldenrade jedoch wieder heran und wir mussten eine nunmehr knappe Führung verteidigen. Dies gelang jedoch und erneut sorgten sichere und druckvolle Aufschläge sowie ein guter Angriff für ein weiteres Punktepolster, sodass uns nur noch wenige Spielzüge vom ersehnten Sieg trennten. Schlussendlich war es ein eigenes Fehler der Gegner, der dafür sorgte, dass der fünfte Satz mit 15:9 an unsere Damenmannschaft ging und damit auch der erste Sieg!
Müde, kaputt, aber auch sehr erleichtert und glücklich zeigten sich die Mädels nach dem Spiel. Nach dem unnötigen Krimi im Pokal und dem zweiten 5-Satz-Sieg innerhalb von weniger als 48 Stunden, bleibt die Erkenntnis, dass unser Spiel immer noch anfällig ist und wir vor allem in Annahme und Abwehr vor allem an der Stabilität zu arbeiten haben, damit auch das nächste Spiel gegen den TSV Weeze II möglichst gelungen gestaltet werden kann. Dennoch können wir stolz darauf sein, nach dem 0:2-Rückstand das Spiel noch gedreht und die rote Laterne des Tabellenletzten abgegeben zu haben.