Hoch motiviert nach dem Gewinn der Duisburger Stadtmeisterschaften und dem 3:0 Erfolg am vergangenen Spieltag gegen Bedburg-Hau, trafen wir am Samstag auf den Moerser SC, bis dato direkter Tabellennachbar. Aufgrund der Punkte- und Tabellenkonstellation ein klassisches 6 Punkte Spiel auf dessen Bedeutung während der Trainingswoche und vor dem Spiel durch unseren Trainer Christoph Körngen eindringlich hingewiesen wurde. Daher war uns allen die Wichtigkeit dieses Spiels bewusst und trotz einiger fehlender und kranker Spielerinnen, die auf und neben dem Feld alles gaben (Danke!), gingen wir selbstbewusst und zuversichtlich in das Spiel.

Der erste Satz ging mit 2 Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel los, Carolin Grehl auf der Aussenangriffsposition und Vera Pfänder auf der für sie ungewohnten Mittelblockposition. Der Start in den Satz wollte zunächst nicht glücken und wir sahen uns trotz erstem Aufschlagrecht und 2 folgenden unnötigen Punktverlusten einem 0:3 Rückstand gegenüber. Dann zahlte es sich aus, dass wir in den letzten Trainingseinheiten viele verschiedene platzierte Angaben geübt haben. Auch mit vermeintlich leichten „Einwürfen“ von Katharina van de Löcht hatten die Moerserinnen ordentlich Probleme und wir konnten uns eine 6:3 Führung erarbeiten. Bis zum Stand von 15:12 konnten wir unseren knappen Vorsprung konstant halten, da alle Angreiferinnen von unserer Zuspielerin Jasmin Voigt gut eingesetzt wurden, vor allem Carolin Grehl gelangen da einige gute Abschlüsse. Eine weitere Aufschlagserie von Katharina van de Löcht brachte uns einen deutlichen 21:14 Vorsprung. Am Ende machte Anke Stührenberg im Aufschlag den Deckel drauf und der Satz ging mit 25:18 an uns.

Jedoch wäre nach eigener und Ansicht des Trainers noch mehr möglich, wenn jede Spielerin noch ein wenig in der eigenen Leistung zulegen würde. Das wollten wir im zweiten Satz umsetzen und uns eine 2:0 Satzführung erarbeiten. Der Vorsatz konnte aufgrund eigener Schwächen, vor allem bei Angabe und Annahme nicht in die Tat umgesetzt werden. Zusätzlich wurden zu viele der wenigen gut aufgebauten Bälle nicht verwertet oder es wurden zu viele Chancen benötigt die Punkte zu erzielen. Die längeren Ballwechsel in diesem Satz gewann leider meist die Gegnerinnen aus Moers. Selbst 2 Auszeiten und ein Wechsel unseres Trainers, der Sandra Roskosch auf der ungewohnten Diagonalposition für Anke Stührenberg in der Schlussphase brachte, konnten den verdienten Satzverlust mit 18:25 nicht verhindern.

Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Wir starteten relativ gut in den nächsten Satz und führten nach einer Serie von Vera Pfänder, die in diesem Satz auch einige wichtige Blockpunkte sichern konnte, recht komfortabel mit 6 Punkten. Die Feldabwehr konnte immer häufiger die zunehmenden Angriffe aus dem Moerser Hinterfeld erfolgreich verteidigen. Ab dem Stand von 17:12 konnte Moers mit gezielten Aufschlägen unsere Annahme unter Druck setzen und zwang unseren Trainer bei 17:16 zu einem Wechsel. Sandra Roskosch ersetzte Carolin Grehl auf der Aussenangreiferposition und konnte sich dort direkt gut in Szene setzen. Unser Trainer Christoph Körngen musste zum Ende hin noch beide Auszeiten bei 19:18 und 23:23 nehmen, um die letzten Hinweise für den erfolgreichen Satzabschluss zu geben, den Ines Becher mit druckvollen Aufschlägen und vorher kurz gelegten Bällen auf die Position 4 besiegelte.

Jetzt hieß es aus dem schon gewonnen 1 Punkt 3 Punkte machen und das Polster in der Tabelle auf Moers sichern bzw. ausbauen. Der Beginn des Satzes, bei dem im Vergleich zum Ende des letzten Satzes nicht gewechselt wurde, verlief aufgrund wieder auftretender Schwächen holprig und ausgeglichen. So waren die Moerserinnen wieder erfolgreicher mit Ihren Angriffen aus dem Hinterfeld, die fast das Hauptangriffsmittel wurden. 2 Aufschlagserien von Vera Pfänder und Jasmin Voigt schienen den Gegner zunehmend zu entnerven und den Widerstand zu brechen. Doch anstatt das Spiel nun souverän herunter zu spielen und die Situation auf der anderen Seite des Netzes auszunutzen, schlichen sich wieder zu viele Nachlässigkeiten in unser Spiel. Die Moerser Damen witterten Morgenluft und sahen ihre Chance auf ein Comeback und mindestens 1 Punkt gekommen, da sie sich gegen Ende des Satzes einen knappen Vorsprung erspielt hatten. Eine letzte Aufschlagserie von Katharina van de Löcht brachte uns die benötigten Punkte für den Satzgewinn und damit die 3 Punkte für das Spiel.

3 sehr wichtige Punkte für uns. Nun müssen wir in den kommenden spielfreien Wochen dranbleiben und weiter an der Abstimmung und den Schwächen arbeiten, um beim kommenden Spiel gegen den Tabellenzweiten FS Duisburg eine gute Leistung abzuliefern und das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.