Krimi mit Happy End

Heute, am 10.10.2009, sollten wir nach Essen fahren um dort im zweiten Spiel gegen den VC Essen Borbeck anzutreten. Nachdem was wir beim letzten Mal gesehen hatten, waren wir voller Elan auch diesen Spieltag positiv zu beenden, um mit drei Sätzen gewonnenen Sätzen wieder nach Hause zu fahren. Doch leider sollte dies nicht so einfach werden, wie wir uns das zunächst vorgestellt hatten.

Wir dachten, Borbeck ist zwar gut, aber die Mädels sind ja doch noch ziemlich jung. Wir wussten, dass wir sie nicht unterschätzen dürfen, aber nach dem ersten Satz, waren wir uns relativ sicher, dass das Spiel nicht ganz so schwer werden würde, wie es letztendlich gelaufen ist. Vor allem nach unserer Leistung im ersten Satz. Obwohl wir nicht das Spiel ablieferten, das wir eigentlich spielen konnten, hat die Mannschaft hervorragend zusammen gespielt.
Die Angriffe wurden druckvoll und platziert auf die gegnerische Seite gebracht, sodass sie für die Mannschaft aus Borbeck so gut wie unerreichbar waren. Wenn dennoch der Angriff von unserem Gegner zurückgespielt werden konnte, wurde das Spiel auf unserer Seite sofort wieder aufgebaut und der Ball im gegnerischen Spielfeld versenkt. Das außerordentlich konstante Zusammenspiel auf Hamborner Seite wurde durch den Satzgewinn mit dem Ergebnis von 25:18 belohnt.

Motiviert und mit dem Ziel die Fehlerquote, vor allem bei den Angaben herunterzuschrauben gingen die Mädels in den zweiten Satz. Trotz dieser Zielsetzung begann der zweite Satz auf Hamborner Seite rabenschwarz. Die gegnerischen Mädels um Spielerin Katharina Horn, die vor ein paar Jahren noch zusammen mit Mocki in der 2. Liga bei Borbeck gespielt hat, punkteten mit harten und platzierten Aufschlägen, die die Mädels aus Hamborn extrem unter Druck setzten. Leider etwas zu sehr, denn aufgrund der schlechten Annahme kamen die Bälle nur sehr ungenau zur Stellerin, was zur Folge hatte, dass wir unsere Angreifer nicht gut in Szene setzen konnten. Dieser Satz wurde mit 25:17 leider verloren.

Doch so wollten wir nicht weiterspielen, das stand fest. Die Unstimmigkeiten sollten abgestellt werden und man wollte wieder gemeinsam für den Sieg kämpfen.
Und trotz anfänglicher Annahmeschwäche konnten wir den Rückstand aufholen und durch erneut harte und platziert gespielte Angriffe den Satz für mit 25:21 für uns entscheiden.

Vor dem vierten Satz stand für uns fest: das sollte der letzte für diese Begegnung werden, doch auch diesmal machten uns die Aufschläge der Gegner einen Strich durch die Rechnung. Zwischendurch fing sich die Annahme wieder und es konnte vernünftig aufgebaut werden, was oftmals zum Punkt für uns führte. Doch letztendlich konnten die Mädels aus Borbeck auch diesen Satz ganz knapp mit 25:23 gewinnen.

Aber so wollten wir uns von der noch sehr jungen Mannschaft nicht vorführen lassen und gaben im letzten Satz noch einmal alles, was zu diesem Zeitpunkt noch in uns steckte.
Wie auch schon zuvor erwiesen sich unsere platziert gespielten Angriffe als nicht mehr annehmbar und wir gingen zügig in Führung. Aber auch der Gegner wollte nach vier Sätzen den letzten für sich entscheiden und machte durch gelegte Bälle, den Hambornerinnen das Spiel wie auch in den Sätzen zuvor, das Leben unnötig schwer. Zuletzt zeigten die Hamborner Mädels jedoch die besseren Nerven und konnten ein anstrengendes und sehr spannendes Spiel doch noch mit 15:9 gewinnen.

Insgesamt ist zu sagen, dass es während des gesamten Spiels zu vielen schön anzusehenden Spielzügen kam. Der Gegner kämpfte um jeden Ball und punktete durch druckvolle Aufschläge und gelegte Bälle ein ums andere Mal und setzte die Hambornerinnen sehr stark unter Druck.
Hervorzuheben ist auch die Stellerin auf Hamborner Seite, Derya, die trotz unpräziser Annahme viele Bälle noch sauber zu den Angreifern spielen konnte, sodass diese den Ball versenken konnten.

Und mal wieder hat sich gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, denn entweder haben alle hervorragend gespielt oder das genaue Gegenteil davon gezeigt. Wir haben die Sätze zusammen gewonnen und leider auch zwei zusammen verloren. Doch alles in allem haben wir gemeinsam gekämpft und den verdienten Sieg mit nach Duisburg genommen.

Autor:
Simone V.