Grandios starteten wir in das erste Rückrundenspiel. Von Nervosität keine Spur. Wir machten konsequent unser Spiel und gewannen den ersten Satz mit 25:17. Im zweiten Satz legten wir noch ne Schüppe drauf. Uns gelangen tolle Aufschlagserien, besonders von Loredana Förster und Denise Palo, die Pässe kamen, nicht nur von unsere Libera, Ruth Todt, sondern von allen Annahmespielerinnen und wir punkten mit unseren Angriffskombinationen. Mal ein kurzer gelegter Ball über die Mittelposition von Simone Eichholz, dann wieder ein hart geschlagener von Loredana Förster über die Außenposition. Wir ließen dem Gegner kaum eine Chance und kam ein Ball zurück kratze ihn unsere ganze Sicherung hervorragend. Wir hatten richtig Spaß und selbst unser Trainer, Christian Lietz, konnte in den vom Gegner genommenen Auszeiten nichts an unserm Spiel kritisieren. Der Satz ging ganz klar mit 25:8 an uns.

Und dann kam der dritte Satz. Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren! Weiter konzentriert spielen. Aufschläge durchbringen und die ersten wichtigen Punkte für uns entscheiden. So der Plan.

Leider wollte uns das einfach nicht gelingen. Die ersten Punkte konnte unser Gegner für sich entscheiden. Es schlichen sich zunehmend Fehler ein. Plötzlich war der Gegner auf Augenhöhe und uns immer einen Schritt voraus. Unser Trainer unterbrach das Spiel mit Auszeiten und wechselte einige Spielerinnen aus, doch es war wie verhext. Auch unseren erkämpften Matchball konnten wir nicht verwandeln, knapp unterlagen wir im dritten Satz mit 24:26.

Alles noch kein Beinbruch, doch es kam noch schlimmer. Im vierten Satz gelang uns kaum noch was.

Viel zu viele Fehler machten den Gegner stark. Verschlagene Aufschläge, missglückte Angriffe und eine junge kämpferische Mannschaft gegenüber führte letztendlich zum verlorenem vierten Satz (17:25).

Jetzt nicht die Nerven verlieren und den fünften Satz auch verschenken. Wir müssen noch mal richtig Gas geben, zumal der 5. Satz ja bekanntlich bei 15 Punkten endet. Lasst uns noch mal von vorne beginnen, so unser Trainer.

Es ist noch nichts verloren. Aufstellung wie zu Beginn des Spiels. Neu motiviert und kämpferisch stellten wir uns an die Grundlinie und warteten auf den Anpfiff. Diesmal geben wir das Spiel nicht aus der Hand. Allerdings ging der erste Punkt trotz eigenem Aufschlag an den Gegner. Nur keine Panik, es war ja nur der erste Punkt. Schnell konnte man sehen, dass wir mit den zwei verlorenen Sätzen den Gegner stark gemacht hatten und dieser uns natürlich nichts schenken wollte, doch wir zeigten vollen Einsatz und kehrten zu unserem Spiel zurück.

Wir machten die Punkte, so waren wir auch die ersten mit 8 Punkten und wechselten mit Aufschlaggewinn die Seiten. Wir waren wieder stark im Angriff und holten uns Punkt für Punkt auch über die Mitte durch Daniela Vollmer. Der Sieg gehört uns! Der Satz endete 15:8 und wir freuten uns das Spiel noch mal gekippt zu haben.

Fazit: Glücklich über den Sieg, traurig über den verloren Punkt, so sind wir Punktgleich mit dem fünften Platz aber durch das schlechtere Satzverhältnis weiterhin auf Platz 6. Wir müssen es unbedingt noch schaffen, ein Spiel von Anfang bis Ende konzentriert zu spielen. Unsere langen Durchhänger müssen wir abstellen, da wir uns so das Leben selbst erschweren.