Die Mädels der zweiten Mannschaft des MTV Union Hamborn hatten noch eine Rechnung offen: Beim Heimspiel am 6. Februar ging es gegen TBO 2; in der Hinrunde musste sich der MTV gegen die Mannschaft 3:0 geschlagen geben. Das sollte dieses Mal unbedingt anders werden. Lautstarke Unterstützung bekamen die Mädels von einer gesundheitlich angeschlagenen Romy, die zwar ihre Stimme schonte, dafür aber umso begeisterter auf die Trommel schlug.

Konzentriert und motiviert starteten beide Teams in die Aufwärmphase. Pünktlich um 15 Uhr pfiff das Schiedsgericht aus Geldern zum Spiel an. Der erste Satz startete mit Lea (Diagonal), Jana und Kathy (Außen), Ines und Lisa (Mittelblock) und Britta (Zuspiel) – die Aufstellung blieb bis Spielschluss unverändert.

Kathy sorgte direkt zum Auftakt des ersten Satzes mit ihren gewohnt druckvollen Aufschlägen für einen drei-Punkte-Vorsprung. Auch die Aufschlagsserien von Jana und Lisa sowie platzierte Angriffe brachten den Duisburger Mädels ein angenehmes Polster, bis zu einem Zwischenstand von 20:11. Dann schlichen sich Konzentrationsfehler ein, die Annahme sprang weg, so dass kein eigenes Spiel mehr aufgebaut werden konnte. Trainer Christoph nahm beim Spielstand 20:15 eine Auszeit, um den Spielrausch der TBO-Mädels zu unterbrechen, deren Jubelrufe mittlerweile einem Grölen nachkam. Die Auszeit zeigte ihre erhoffte Wirkung: die MTV-Mädels knieten sich noch einmal richtig rein und konnten den Aufschlag bei einem Spielstand von 20:17 endlich wieder für sich gewinnen. Jana machte mit einer drei-Punkte-Aufschlagserie den Satz schließlich zu, Endstand: 25:18.

Der zweite Satz fing ähnlich vielversprechend an wie der erste, eine vier-Punkte-Führung war schnell erspielt. Doch die Mannschaft aus Oberhausen zeigte anhaltenden Kampfeswillen, jeder Punkt wurde ausgelassen gefeiert. Das schien auch den MTV-Trainer Christoph anzustecken, der seine Freude über einen Duisburger Punkt auch mal so richtig herausgrölen musste. Von der Euphorie gepackt konnte die Mannschaft aus Oberhausen zunehmend am Netz unter Druck gesetzt werden. Die Angriffe landeten präzise im Feld, Ines über Mitte und Lea über Diagonal zwangen die Gegnerinnen immer wieder zu Boden. Mit 25:20 ging auch der zweite Satz an den MTV.

Jetzt hieß es nochmal Zähne zusammenbeißen und zeigen, warum der MTV als Aufsteiger genauso gut in die Bezirksliga gehört. Wie schon in den Sätzen davor konnten sich die Duisburgerinnen mit einer komfortablen Führung absetzen, Lisa katapultierte den MTV mit ihren Aufschlägen auf einen Punktestand von 10:4. Und dann das gleiche Bild wie vorher: Dieselbe Aufschlagspielerin von TBO, die die Duisburger Mädels schon vorher mächtig unter Druck gesetzt hatte, zeigte dem MTV seine Schwächen bei der Annahme auf. Trainer Christoph griff mit einer Auszeit bei einem Spielstand von 10:9 ein. Und danach lief es für die Duisburgerinnen – Entschuldigung für die platte Formulierung – wie am Schnürchen. Zuspielerin Britta erinnerte sich an die „trickreiche“ Anweisung, doch auch mal einen zweiten Ball auf die kurze 6 spielen zu können. Damit schien der TBO tatsächlich Probleme zu haben, so dass ein eingestreuter zweiter Ball auch ein paar Mal erfolgreich war. Der Zusammenhalt – und vor allem der Spaß – im Team ließen die Mädels aus Duisburg über sich hinauswachsen. Genaue Pässe, druckvolle Angriffe über Außen, Mitte und Kopf sowie gute Beinarbeit belohnten den MTV mit einem deutlichen Satzgewinn von 25:12.

Damit wäre die Klatsche aus der Hinrunde wieder ausgeglichen. Der MTV kann seinen sehr guten dritten Tabellenplatz am 14. Spieltag verteidigen. Bis zum Spiel gegen den Tabellenfünften Bedburg Hau am 20. Februar wird in den kommenden Trainingseinheiten nochmal ordentlich Gas gegeben, so dass die MTV-Mädels hoffentlich wieder jubelnd vom Platz gehen können.